Wer nicht handelt, hat schon verloren!


Wenn du nach dem Durchlesen dieser Seite noch Fragen hast, erreichst du uns über das: Kontaktformular.

“Diese Walnussbäume, die gab es doch schon, als ich ein Kind war!”

So reagierte eine ‘Ur-Bensheimerin” auf die Information, dass auf der hier gezeigten Fläche zwei große Sporthallen gebaut werden sollen mit fast 100 Parkplätzen. Die Walnussbäume sowie der Acker und das Grünland bis an den Berliner Ring würden verschwinden.

Das ist zumindest die aktuelle Planung der beiden Bensheimer Sportvereine TSV Auerbach und SSG.

Eine intelligente Stadtplanung in Bensheim sollte in der Lage sein, die Anforderungen des Sports abzuwägen und zunehmende Flächenversiegelung zu vermeiden! Gemeinsam Ideen entwickeln, Bedarfe klären und sinnvoll erfüllen und dabei Landschaft und Bäume erhalten. Keine einfache Aufgabe, aber nur so kann es in Zukunft gehen. Wir setzen uns dafür ein die Bäume zu retten und die gesamte Fläche als unversiegelte Grünfläche zu erhalten.

Jeder Baum und jede unverbaute Fläche zählt, denn Bodenschutz ist Klimaschutz.
Wir sind es unseren Kindern und den Jugendlichen der nachfolgenden Generation schuldig!

Hier einige Bilder, die zeigen, warum es wichtig ist, die Grünverbindung Winkelbach zu erhalten und zu stärken.

Panoramabild 360°


Walnussbäume retten und die Grünverbindung Winkelbach stärken – unsere Argumente:

Wir wollen Bäume und Grünflächen aus vielerlei Gründen retten! Hier sind die Wichtigsten:

Dieser Weg ist die schönste, wertvollste und am meisten benutzte Erschließung nach Westen in die Landschaft für die nordwestlichen Wohngebiete in Bensheim. Viele Naturliebhaber, Radfahrer und Eltern mit Kindern nutzen den Weg am Winkelbach um nach Westen hinaus in die Natur zu wandern und dort Erholung zu finden. Der Weg steht ausschließlich Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung und wird deshalb auch rege von vielen “Bensemern” aus den anderen Stadtteilen mit benutzt!

Wachstum hat Grenzen!
Auch wenn der Bedarf nach Sportmöglichkeiten in Bensheim groß ist, die Versiegelung von Acker- und Grünflächen muss aufhören. Kleinstädte sollten nicht grenzenlos auf Kosten ihrer letzten Grün-, Acker- und Wiesenflächen wachsen. Bestehende Hallen könnten saniert bzw. vergrößert werden, durch vernetzte und zentral koordinierte Nutzungszeiten für Schul- und Vereinssport könnten die vorhandenen Hallen effektiv eingesetzt und neue Bedarfe erfüllt werden.

Auch der Graureiher weiß den Winkelbach und seine begleitende Vegetation zu schätzen und ist immer wieder entlang des Bachs anzutreffen. Nur wenn auch die Biotope um den Winkelbach herum vielfältig und reichhaltig bleiben, werden Eisvogel, Graureiher und Störche auch in Zukunft hier eine Heimat finden. Zudem lieben und bewohnen auch Fledermäuse die beiden Walnussbäume. 4000 m² Versiegelung würde den ökologischen Wert des Winkelbachs und seiner Umgebung nachhaltig beeinträchtigen.

Der Winkelbach ist mehr als nur eine blaue Linie von Bensheim Richtung Ried. Er ist ein biotopvernetzender Lebensraum für Pflanzen und Tiere und Bestandteil eines wichtigen Erholungsraums für Bürger und Bürgerinnen.
Unsere Weinberge und der spannende Übergang zum Odenwald und ins Ried zeichnen die Bergstrasse aus. Wasser ist hier ein sehr rares und besonderes Element in der Landschaft! Daher sollte der Winkelbach nicht geschwächt, sondern gestärkt werden mit vielfältigen Wiesen und Streuobstbeständen an seiner Seite.

Ein Vorbild ganz in der Nähe:
Unsere Nachbargemeinde Einhausen.
Sie hat mit der Weschnitzrenaturierung gezeigt, was ein Ort gewinnen kann, wenn er seine naturräumlichen Potenziale stärkt. Bensheim sollte genauso vorausschauend handeln, auch wenn der Winkelbach etwas kleiner als die Weschnitz ist.

Es gibt viele Walnussbäume an der Bergstraße. Ursprünglich verbreitet entlang alter Römerpfade, sind sie seit Jahrhunderten hier heimisch.
Es gibt sie in den unterschiedlichsten Sorten, vergleichbar mit der Vielfalt der Apfelsorten. Parallel zum Winkelbach hat die Natur das Thema Walnuss bereits gewählt und wir als natur-liebende Bensheimer*innen wollen dieses fortsetzen.
Damit die beiden Walnussbäume ihr Höchstalter von 150 Jahren einst erreichen können!

Wusstest du?. . .

. . . was ein ausgewachsener Walnussbaum jeden Tag Unglaubliches leistet?

– Er produziert Sauerstoff für
10 Menschen
– Er filtert 36.000 m³ Luft
– Er reduziert 18 kg des
Treibhausgases CO²
– Er befeuchtet und kühlt die
Luft mit 400 l Wasser!

Um einen Altbaum ökologisch vollwertig zu ersetzen müsste man 2000 Jungbäume pflanzen!